Nubert nuControl X-c
Nur 27 Zentimeter breit, aber Schaltzentrale für Plattenspieler, Fernseher und Musikdienste: Die Nubert nuControl X-c ist eine Streaming-Vorstufe mit Raumkorrektur, die Dolby Atmos und DTS:X decodiert. Der Hersteller aus Schwäbisch Gmünd ergänzt damit seine Ambient Line um eine kompakte Variante der nuControl X-2 (Test).

Nubert nuControl X-c schickt Vinyl durch die Raumkorrektur
Als Vorverstärker wählt die nuControl X-c die Quelle, regelt die Lautstärke und passt den Klang an. Die Leistung liefern Endstufen oder Aktivlautsprecher. Analog stehen ein Cinch-Eingang und ein Phono-Eingang für Plattenspieler mit MM- oder MC-Tonabnehmer bereit. Das Phonosignal digitalisiert die Vorstufe direkt – so laufen auch Schallplatten durch Raumkorrektur und Klangregler.
Digital gibts einen optischen und einen koaxialen Eingang sowie HDMI eARC für den Fernseher. Per USB arbeitet die Vorstufe als externe Soundkarte für den Computer und spielt dabei bis zu 384 kHz und 24 Bit. Musik von USB-Sticks und Festplatten liest sie über einen zweiten USB-Anschluss. Ins Netzwerk kommt sie per WLAN oder Ethernet, Bluetooth mit aptX HD ist ebenfalls drin.
Als Streamer greift die nuControl X-c direkt auf Qobuz, Deezer, Tidal und Spotify Lossless zu. Dazu kommen Tidal Connect, Roon Ready, Apple AirPlay 2 und Musik von lokalen Servern. An der Front sitzt ein Kopfhörerverstärker mit 6,3-Millimeter-Buchse.

12 Kanäle auf 27 Zentimetern Breite
Im Heimkino decodiert die Vorstufe Dolby Atmos und DTS:X, also 3D-Ton mit Höhenkanälen. Möglich sind Setups bis 7.1.4: sieben Lautsprecher auf Ohrhöhe, ein Subwoofer und vier Höhenlautsprecher. Per Kabel gehen 4 Kanäle raus – Front links und rechts über XLR oder Cinch, dazu Center und Subwoofer.
Die übrigen bis zu 8 Kanäle überträgt Nuberts Funksystem X-Connect Surround an kompatible Funklautsprecher, etwa aus der Serie nuZeo – vgl. Nubert nuZeo 6 Test. So lassen sich passive Frontboxen an Endstufen mit kabellosen Surround- und Höhenboxen kombinieren. Stereo- und Surround-Setup richtest du getrennt ein. Inhalte ohne 3D-Ton verteilt die Vorstufe auf Wunsch per Upmixing auf alle Lautsprecher.
Als Partner im selben Format hat Nubert die Nubert nuPower D-c entwickelt, eine Class-D-Endstufe mit 2 x 250 Watt an 4 Ohm. Über den 12-Volt-Triggerausgang der Vorstufe schaltet sie sich automatisch mit ein. Optisch folgen beide den großen Geräten nuControl X-2 und nuPower A-2 (Test): silbern gebürstetes Aluminium, schwarzes Glas und eine umlaufende Silberkante.

Dröhnt der Bass? Nubert misst jeden Kanal einzeln ein
Eine Raumkorrektur gleicht aus, was der Hörraum am Klang verändert, etwa dröhnende Bässe. Bei der nuControl X-c heißt sie X-Room Calibration Advanced: Die Vorstufe misst jeden Kanal einzeln ein, die App berechnet daraus Korrekturfilter und überträgt sie ans Gerät. Laut Nubert greifen die Filter zwischen 20 und 300 Hz, also im Bassbereich, und korrigieren um –40 bis +18 dB. Feinschliff gibts über einen parametrischen Equalizer, Bass- und Höhenregler und einen Nachtmodus.
Bedienen lässt sich die Vorstufe am 12-Zentimeter-Touchdisplay, per Infrarot-Fernbedienung mit Aluminiumfront oder mit der App Control X. Für die Digital-Analog-Wandlung setzt Nubert auf Chips von ESS, der Signalprozessor rechnet mit 32 Bit. Die Phono-Vorstufe sitzt auf einer eigenen, abgeschirmten Platine.
Technische Daten und Preis
- Dienste Roon Ready, Tidal Connect, AirPlay 2, Qobuz, Spotify
- Max. Auflösung PCM 384 kHz/24 Bit
- Eingänge Phono MM/MC, Cinch, optisch, koaxial, HDMI eARC, USB
- Ausgänge 4 Kanäle analog, XLR/Cinch, Kopfhörer
- Kanäle und 3D-Formate bis 7.1.4, Dolby Atmos, DTS:X
- Steuerung Touchdisplay, App, Fernbedienung
- Vorgestellt November 2026
- Preis (UVP) 1.390 Euro
- Verfügbarkeit ab Ende November 2026