Sonos Play im Test
Morgens in der Küche, abends auf dem Balkon: Der Sonos Play verbindet die Streaming-Funktionen eines WLAN-Lautsprechers mit Akku und Bluetooth. Im Test klingt er für seine Größe kräftig und warm. Bei Stimmen und feinen Details fehlt ihm etwas Feinschliff.
Kompakt, aber kein Fliegengewicht
Bei der Größe sortiert sich der Play zwischen den beiden anderen Akku-Modellen von Sonos ein. Er ist kleiner als der Sonos Move 2, bringt aber mehr Klangvolumen mit als der kompakte Roam 2. Das ovale Gehäuse mit Metallgitter und gummierter Oberseite wirkt schlicht und solide gebaut.
Mit 1,3 Kilogramm ist er schwerer, als er aussieht. Eine Trageschlaufe erleichtert den Transport. Gegen Staub und Wasser ist er nach IP67 geschützt – laut Sonos übersteht er 30 Minuten in einem Meter Wassertiefe.

Ladestation dabei, Netzteil nicht
Zu Hause steht der Play auf einer Ladestation, die zum Lieferumfang gehört. Abheben, mitnehmen, zurückstellen – ein Kabel musst du dafür nicht einstecken. Das nötige USB-C-Netzteil mit mindestens 18 Watt liegt nicht im Karton. Sonos empfiehlt 45 Watt, damit ist der Akku nach rund drei Stunden voll.

Eine Ladung soll bis zu 24 Stunden reichen. Wird der Akku nach einigen Jahren schwächer, lässt er sich tauschen. Über USB-C versorgt der Play außerdem das Smartphone mit Strom und ersetzt so unterwegs eine Powerbank.
Sonos Play: WLAN zu Hause, Bluetooth unterwegs
Im Heimnetz streamt der Sonos Play Spotify, Apple Music, Tidal und zahlreiche weitere Dienste über die Sonos-App. Spotify Connect und AirPlay 2 schicken Musik direkt aus der Streaming-App oder vom iPhone. Fern vom Router übernimmt Bluetooth 5.3. Bis zu vier kompatible Sonos-Lautsprecher lassen sich dann sogar ohne WLAN gemeinsam betreiben.
Im Netzwerk gruppiert die Sonos-App den Play mit anderen Lautsprechern des Herstellers, zwei Exemplare arbeiten als Stereo-Paar. Ein solches Paar dient auch als Rear-Speaker für eine Soundbar wie die Sonos Beam Ultra (Test). Die App hat viele Multiroom-Funktionen, verlangt aber etwas Eingewöhnung.
Ohne Smartphone klappt die Bedienung über Tasten am Gerät oder per Sprache. Zur Wahl stehen Amazon Alexa und Sonos Voice Control, wobei der Sonos-Assistent bisher nur Englisch und Französisch versteht. Für einen analogen Eingang oder ein Netzwerkkabel braucht der USB-C-Port einen separat erhältlichen Adapter.

Viel Druck, weniger Details
Der Play klingt warm und holt für seine Abmessungen erstaunlich kräftige Bässe aus dem Gehäuse. Auch bei höheren Pegeln bleibt die Wiedergabe weitgehend sauber. Pop, Hip-Hop und elektronische Musik profitieren davon: Der Bass in Kendrick Lamars „Not Like Us“ kommt mit ordentlich Druck.
Bei Stimmen zeigt sich die Kehrseite. Sie stehen klar im Vordergrund, wirken aber stellenweise etwas schlank. Die Höhen hält der Lautsprecher zurück, die Bühne bleibt kompakt. Feine Details gehen so gelegentlich unter, akustische Aufnahmen klingen weniger differenziert.
Abhilfe schafft zum Teil das automatische Trueplay, die Raumkorrektur von Sonos: Eingebaute Mikrofone erfassen die Umgebung, die Software passt den Klang daran an. Steht der Play nah an einer Wand, nimmt sie zum Beispiel Bass zurück. Dafür braucht es WLAN und die App, in der sich Bässe und Höhen zusätzlich regeln lassen.
Fazit
Der Sonos Play ist ein WLAN-Lautsprecher, den du ohne Umstände mit nach draußen nehmen kannst. Kräftiger Klang, automatische Klanganpassung und ein ausdauernder Akku passen ins Wohnzimmer wie auf die Terrasse. Bei Stimmen und feinen Details bleibt er unter seinen Möglichkeiten, und der Preis ist kein Schnäppchen.
Am meisten lohnt er sich für alle, die schon Sonos-Lautsprecher besitzen und ihr System nach draußen erweitern wollen. Wer fast nur zu Hause hört, findet im günstigeren Sonos Era 100 (Test) eine interessante Alternative.
Vorteile
- warmer, druckvoller Klang mit Reserven bei höherer Lautstärke
- riesige Auswahl an Streamingdiensten, starke Multiroom-Funktionen
- ausdauernder Akku, Schutz nach IP67
- Klanganpassung per automatischem Trueplay
Nachteile
- Stimmen und Instrumente mit wenig Feinzeichnung
- mit 1,3 Kilogramm recht schwer
- Analogeingang und Ethernet nur per Adapter
Technische Daten und Preis
- Streaming AirPlay 2, Spotify Connect, Bluetooth 5.3
- Multiroom-System Sonos
- Sprachassistent Amazon Alexa, Sonos Voice Control
- Stereo-Paar/Heimkino Stereo-Paar, Rear-Speaker
- Akkulaufzeit 24 Std.
- Wasserschutz IP67
- Vorgestellt März 2026
- Preis (UVP) 349 Euro
- Varianten Schwarz, Weiß, Sand
Bewertung

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Sonos Play
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