Sonos Beam Ultra im Test

Mehr Kanäle, mehr Bass, kaum mehr Platz: Die Sonos Beam Ultra bringt echte Höhenlautsprecher in das kompakte Beam-Format. Im Test überzeugt die Soundbar mit kräftigem Tiefton, verständlichen Dialogen und weitem Dolby-Atmos-Klang. Bei Anschlüssen und Tonformaten spart sie dagegen.

Neun Treiber im flachen Gehäuse

Optisch bleibt die Beam Ultra der schlichten Linie ihrer Vorgängerin treu, der Sonos Beam Gen 2 (Test). Mit 75 Zentimetern ist sie etwas breiter geworden, mit 6,5 Zentimetern Höhe passt sie aber weiterhin unter viele Fernseher. Hinzugekommen sind zwei nach oben gerichtete Hochtöner. Sie werfen den Schall an die Decke, von wo er zum Hörplatz reflektiert – so kommen Atmos-Effekte tatsächlich von oben.

Schwarze Soundbar mit Sonos-Logo frontal unter einem Fernseher mit Streaming-Apps
Mit 6,5 Zentimetern Höhe passt die Beam Ultra unter viele Fernseher.

Insgesamt arbeiten 9 Treiber mit eigenen Endstufen. Über dem Gehäuse empfiehlt Sonos mindestens 10 Zentimeter Luft, die Wandhalterung der Beam Gen 2 passt nicht.

Mit dem Fernseher verbindet sich die Soundbar über HDMI eARC – ein Kabel liegt bei. Für Musik stehen WLAN, Bluetooth und AirPlay 2 bereit, über USB-C lassen sich per Adapter analoge Quellen oder ein Netzwerkkabel anschließen. Zusätzliche HDMI-Eingänge fehlen allerdings.

Anschlussfeld der Sonos Beam Ultra mit HDMI- und USB-C-Buchse in einer Aussparung auf der Rückseite
Auf der Rückseite sitzen nur HDMI eARC und USB-C.

Sonos Beam Ultra: Bass ohne Extra-Bass

Klanglich legt die Sonos Beam Ultra gegenüber ihrer Vorgängerin vor allem bei Bass und Räumlichkeit zu. Tiefe Frequenzen kommen erstaunlich kräftig und kontrolliert. In kleinen bis mittelgroßen Wohnzimmern lässt sich gut auf einen Subwoofer verzichten. Stimmen bleiben auch in actionreichen Szenen verständlich, etwa wenn in „Dune: Part Two“ die Sandwürmer heranrollen.

Dolby Atmos zieht die Bühne weit über das Gehäuse hinaus, einzelne Effekte lassen sich gut orten. Den Höhenkanälen fehlt allerdings etwas Präzision. Einen vollständig umhüllenden Klang wie mit echten Rear-Lautsprechern solltest du nicht erwarten. Die lassen sich dafür schnell ergänzen.

Surround-Boxen zum Mitnehmen

Spannend ist Fabric, die Vernetzungstechnik im Sonos-System. Zwei gleiche mobile Lautsprecher wie der Sonos Play (Test) oder der Move 2 werden damit automatisch zu Rear-Speakern, sobald sie im Wohnzimmer stehen. Nach dem Film wandern sie zurück in Küche oder Garten und spielen dort wieder ganz normal Musik.

Mobiler Sonos-Lautsprecher in Schwarz auf einem Sideboard vor einer Backsteinwand
Zwei Sonos Play werden per Fabric automatisch zu Rear-Speakern.

Die Raumkorrektur Trueplay misst das Wohnzimmer ein und passt den Klang an. Eine KI-gestützte Sprachverbesserung hebt Dialoge hervor, ohne andere Geräusche unnötig zu verstärken. Ein Nachtmodus dämpft laute Spitzen und hebt leise Passagen an. Dazu kommt die große Auswahl an Streamingdiensten inklusive nativem Apple Music direkt in der Sonos-App. DTS:X unterstützt die Soundbar dagegen nicht.

Drei Screenshots der Sonos-App mit den Einstellungen der Beam Ultra für Trueplay, Sprachverbesserung und Nachtsound
Trueplay, Sprachverbesserung und Nachtmodus stecken in den Einstellungen der Sonos-App.
Screenshots der Sonos-App mit Höhenkanal-Pegel, Startseite mit Streamingdiensten und Equalizer
In der Sonos-App laufen viele Streamingdienste, darunter Apple Music.

Fazit

Die Sonos Beam Ultra holt aus kompakten Abmessungen erstaunlich kräftigen und räumlichen Klang. Besonders interessant ist sie, wenn du wenig Platz hast, viel Musik streamst oder schon Sonos-Lautsprecher besitzt.

Die UVP von 699 Euro ist allerdings kein Schnäppchen. Rear-Lautsprecher und Subwoofer treiben den Gesamtpreis schnell nach oben. Die Anzahl unterstützter Streamingdienste bleibt dagegen unangefochten.

Vorteile

  • kraftvoller, ausgewogener Klang mit tiefem Bass
  • breite Bühne, gut verständliche Dialoge
  • einfache Erweiterung zum Surround-System

Nachteile

  • wenige Anschlüsse, kein zusätzlicher HDMI-Eingang
  • Surround-Erweiterung vergleichsweise teuer
  • kein DTS:X

Technische Daten und Preis

  • Kanäle 7.1.2
  • 3D-Formate Dolby Atmos
  • Subwoofer optional
  • Anschlüsse HDMI eARC, USB-C
  • Streaming AirPlay 2, Spotify Connect, Bluetooth 5.3
  • Breite 75 cm
  • Vorgestellt September 2026
  • Preis (UVP) 699 Euro
  • Varianten Schwarz, Weiß

Bewertung

9,0 von 10
Design / Verarbeitung9,5
Aufbau / Einrichtung9,5
Funktion / Zubehör9,0
Klang8,5
Preis / Leistung8,5

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