Sony NW-WM1ZM3
Ein Gehäuse aus vergoldetem Kupfer, ein 5,5-Zoll-Display und 256 GB Speicher: Der Sony NW-WM1ZM3 ist das Spitzenmodell der Walkman-Reihe und gehört zu Sonys Signature Series. Der Hi-Res-Player läuft mit Android 16, streamt per WLAN und spielt Dateien bis 384 kHz sowie DSD mit 11,2 MHz. Kopfhörer finden Anschluss an einer 3,5-mm-Klinke oder an einem symmetrischen Ausgang.

Kann alles, außer telefonieren
Weil Sony beim NW-WM1ZM3 auf Android 16 als Betriebssystem setzt, lassen sich Apps von Streamingdiensten darauf installieren. Die Musik kommt per WLAN nach 802.11ax-Standard aufs Gerät, das auch das 6-GHz-Band nutzt. Eigene Dateien landen per Drag & Drop vom Computer auf dem Player, zusätzlich passt eine microSD-Karte hinein. Vom internen Speicher stehen laut Sony 207 GB frei.
Der Player liest FLAC, WAV, ALAC und AIFF bis 384 kHz, DSD-Dateien bis 11,2 MHz sowie MQA und APE. An der USB-C-Buchse nach USB 3.2 Gen 1 lädt er seinen Akku, außerdem arbeitet er dort als D/A-Wandler für den Computer. Zu Bluetooth-Kopfhörern funkt er mit Bluetooth 5.4, unter anderem mit LDAC, aptX HD, aptX Adaptive und LC3.
LDAC ist Sonys Codec für hochauflösende Funkübertragung, LC3 der Codec von Bluetooth LE Audio. Musik vom Smartphone per Bluetooth empfangen kann der Walkman allerdings nicht.
Analogklang beim Streaming
Den Startbildschirm namens Walkman Home richtest du nach eigenen Wünschen ein, Albumcover zeigt die Oberfläche groß an. Für Lautstärke und Titelwahl gibt es Tasten an der Seite. Mit MP3-Dateien hält der Akku laut Sony bis zu 35 Stunden durch, mit FLAC in 96 kHz und 24 Bit bis zu 33 Stunden. Für andere Musik-Apps nennt Sony bis zu 31 Stunden Wiedergabe. Eine volle Ladung dauert rund 4 Stunden.
Zur Klangeinstellung gehören ein 10-Band-Equalizer und ein Vinyl-Prozessor, der Eigenheiten der Schallplatte nachbildet. DSEE Ultimate rechnet komprimierte Dateien hoch und soll verlorene Details rekonstruieren. Die DSD Remastering Engine wandelt PCM-Musik in einen DSD-Datenstrom mit 11,2 MHz um – laut Hersteller für einen analogeren Charakter, auch beim Streaming. Wer pur hören will, umgeht alle Effekte per Direct Source.

So ist der Sony NW-WM1ZM3 aufgebaut
Das Hauptgehäuse besteht aus sauerstofffreiem Kupfer (OFC) mit 99,99 Prozent Reinheit und ist vergoldet, die Rückseite ist ebenfalls aus OFC gefertigt. Vergoldete Schrauben mit geringem Widerstand sollen eine stabile Masseverbindung herstellen. Innen verlegt Sony dicke Leitungen von Kimber Kable, wie im stationären Musikplayer DMP-Z1 des Herstellers.
Die digitale Endstufe S-Master HX hat der Hersteller eigens für den Walkman entwickelt, sie verarbeitet DSD nativ. Ein Look-Ahead-Noise-Shaper berechnet das Rauschen, das beim Umrechnen der Abtastwerte entsteht, im Voraus und soll so schnelle Impulse sauberer wiedergeben. Im Netzteil arbeiten 2 große Polymer-Kondensatoren statt einem, verbunden über handgelötete OFC-Leitungen.
Den Digitalteil deckt ein gefräster OFC-Block ab, der laut Sony rund 34 Prozent mehr Masse hat als beim Vorgängermodell. Die Verpackung kommt ohne Kunststoff aus. Die günstigere Schwester Sony NW-WM1AM3 kommt im Aluminiumgehäuse und bietet 128 GB Speicher.
Technische Daten und Preis
- Streaming WLAN, Android-Apps
- Max. Auflösung PCM 384 kHz, DSD 11,2 MHz, MQA
- Anschlüsse 3,5-mm-Klinke, symmetrischer Kopfhörerausgang, USB-C
- Bluetooth 5.4, LDAC
- Akkulaufzeit bis 35 Std.
- Speicher 256 GB, microSD
- Gewicht 670 g
- Vorgestellt Oktober 2026
- Preis (UVP) 4.999 Euro
- Verfügbarkeit ab November 2026