NAD C 569

Der NAD C 569 ist ein CD-Player für alle, die Musik lieber von der Scheibe hören als aus dem Stream. Das Gerät aus der Classic-Serie arbeitet mit einem Wandlerchip von ESS und einer Schaltung, die Verzerrungen bei laut gemasterten CDs verhindern soll. Über seine Digitalausgänge spielt er auch als reines Laufwerk.

NAD C 569 in Schwarz schräg von vorn mit CD-Schublade, Display und Bedientasten
Schublade links, Farbdisplay und Tasten rechts: der C 569 in der Schrägansicht.

Der NAD C 569 als Laufwerk für externe Wandler

Im CD-Programm der Kanadier sitzt der C 569 zwischen dem Einstiegsmodell C 538 und dem Spitzenmodell C 589. Neben normalen CDs spielt er MQA-CDs ab, also Discs mit einem speziell kodierten Hi-Res-Signal.

Analog geht’s per Cinch zum Verstärker. Wer schon einen D/A-Wandler besitzt, nutzt den koaxialen oder optischen Digitalausgang. Dann liest der NAD C 569 nur die Daten von der Scheibe, und das externe Gerät übernimmt die Wandlung.

Rückseite des NAD C 569 mit Cinch-Ausgang, koaxialem und optischem Digitalausgang und Netzbuchse
Hinten: analoger Cinch-Ausgang, Digitalausgänge koaxial und optisch.

Den Player steuerst du über Tasten an der Front oder die mitgelieferte IR-Fernbedienung. Das 3,7 Zoll große Farbdisplay zeigt per CD-Text Album- und Titelinfos. Live-Alben laufen dank Gapless-Wiedergabe ohne Pause zwischen den Tracks durch. „Man drückt auf Play, und die Technik geht der Musik aus dem Weg“, sagt NAD-Produktmanager Morten Nielsen.

Headroom gegen laute Masterings

Viele CDs sind sehr laut gemastert. Zwischen den gespeicherten Abtastwerten entstehen dann Signalspitzen, die über den digitalen Maximalpegel hinausgehen – Fachleute sprechen von Inter-Sample-Clipping. Der Wandler übersteuert und verzerrt. NADs Dynamic Digital Headroom (DDH) schafft im Digitalbereich genug Reserve, damit Schlagzeug und Impulse laut Hersteller sauber und ohne Härte durchkommen.

Nahaufnahme des Displays mit Titelnummer und Spielzeit, darunter die runden Bedientasten
Das Display zeigt über CD-Text auch Album- und Titelnamen.

Dazu kommt QRONO d2a von der Lenbrook Media Group, zu der NAD gehört. Das Filterverfahren ist auf zeitliche Genauigkeit optimiert und soll Timing und Feinauflösung verbessern, bei PCM ebenso wie bei MQA. Die eigentliche Wandlung übernimmt ein ES9039Q2M aus der Sabre-Serie von ESS. Auf dem Papier stehen ein Rauschabstand von mindestens 110 dB und höchstens 0,006 % Klirr.

Schublade mit Servolenkung

Für die Abtastung setzt der C 569 auf ein Schubladenlaufwerk mit Servosystem auf NXP-Basis. Es regelt Drehzahl, Laserfokus und Spurführung. Laufwerk, Netzteil und Signalschaltung sitzen im Gehäuse getrennt voneinander, damit Störungen nicht in die empfindliche Analogstufe gelangen. Linker und rechter Kanal sind symmetrisch aufgebaut und haben laut NAD je eine eigene Spannungsregelung.

Verstärker und CD-Player von NAD auf einem Holz-Sideboard zwischen zwei Standlautsprechern
Gleiche Breite, gleiche Optik: der C 569 (rechts) neben dem Verstärker C 359S.

Als Partner nennen die Kanadier den zeitgleich vorgestellten Vollverstärker NAD C 359S mit BluOS-Streaming. Beide sind 435 mm breit. Der CD-Player ist 83 mm hoch, 294 mm tief und wiegt 4,2 kg.

Technische Daten

  • Formate CD, MQA-CD
  • Wandler ESS ES9039Q2M
  • Ausgänge analog Cinch, digital koaxial und optisch
  • Gewicht 4,2 kg
  • Vorgestellt Oktober 2026

Preis und Verfügbarkeit

  • NAD C 569 Preis (UVP): 949 Euro
  • Verfügbarkeit: ab November 2026