Mytek Empire V2.0

Streamer, D/A-Wandler, Vorstufe und Kopfhörerausgang – dazu ein Aufnahmegerät für die Plattensammlung: Der Mytek Empire V2.0 packt all das in ein Gehäuse aus massivem Aluminium. Der Hersteller entwickelt das überarbeitete Flaggschiff in New York und baut es in Warschau.

Mytek Empire V2.0 in Silber von vorn mit Touchscreen, Drehregler und zwei Kopfhörerbuchsen
Vorn sitzen Touchscreen, Drehregler sowie XLR- und Klinkenbuchse für Kopfhörer.

Mytek Empire V2.0 streamt und nimmt Platten auf

Fürs Streaming stecken im Empire zwei Rechner mit Intel-i7-Prozessoren. Sie laufen mit dem Linux-basierten Betriebssystem MytekOS. Musik von Qobuz kommt per Qobuz Connect direkt aus der App des Dienstes. Tidal Connect und Spotify Connect sollen laut Mytek folgen. Die Musik wählst du per Tablet oder Smartphone aus, vorn gibt es zusätzlich einen Touchscreen.

Alternativ läuft auf dem Empire ein Roon Core. Roon führt Musikdateien und Streamingdienste in einer Oberfläche zusammen, der Core ist der Server dahinter. Für die eigene Sammlung bringt der Empire eine SSD mit 8 TB mit, auf Wunsch bis 16 TB. Externe USB-Laufwerke und Netzwerkspeicher spielt er ebenfalls ab.

Mit an Bord ist ein A/D-Wandler, den Mytek Mastering-Wandler nennt. Er digitalisiert alles, was an den Analogeingängen ankommt – etwa vom Plattenspieler. Die Aufnahmen landen wahlweise als PCM oder DSD in hoher Auflösung auf der internen SSD und lassen sich sofort abspielen.

Der digitale Signalweg nimmt laut Hersteller Audio-Plug-ins auf, also kleine Zusatzprogramme für die Klangbearbeitung. Als Beispiele nennt Mytek Raumkorrektur sowie Filter gegen Kratzer und Rauschen. Updates kommen per Internet, weitere DSP-Funktionen sollen auf diesem Weg folgen.

Vorstufe mit 6 Analog- und 4 Digitaleingängen

Als Vorstufe hat der Empire 6 Analogeingänge, 2 davon symmetrisch per XLR und 4 per Cinch; die Lautstärke regelt er wahlweise analog oder digital. Die Eingangsempfindlichkeit lässt sich für jeden Eingang einzeln anpassen. Digital gibt es 2 Koax-Eingänge und 1 optischen bis 192 kHz/24 Bit, dazu USB bis 768 kHz/32 Bit.

Rückseite eines Streamers mit XLR- und Cinch-Buchsen, Digitaleingängen, HDMI, Ethernet und USB
Hinten sitzen 6 Analogeingänge, 4 Analogausgänge sowie Digital- und Netzwerkanschlüsse.

Auf der Ausgangsseite warten 4 unabhängig schaltbare Analogausgänge, je 2 per XLR und Cinch. So steuert der Empire direkt Endstufen oder Aktivlautsprecher an. Optional baut der Hersteller einen Ausgangsübertrager mit Nickelkern ein, also einen Transformator im Signalweg. Die Operationsverstärker der Ausgangsstufe – kleine Verstärkerbausteine – sitzen in Fassungen und lassen sich tauschen.

Digitale Signale reicht der Empire per Koax, USB und über 2 HDMI-Buchsen weiter, die laut Mytek 2 bis 8 Kanäle übertragen. Ins Netzwerk geht er per WLAN oder 2,5-Gigabit-Ethernet. Wer nur den Wandler braucht, nutzt das Gerät als reinen DAC bis 768 kHz/32 Bit und DSD512. Einen MQA-Decoder hat es eingebaut.

Für Kopfhörer sitzen vorn eine 4-polige XLR-Buchse für symmetrische Kabel und eine Klinkenbuchse. Den Pegel des Kopfhörerverstärkers verschiebt ein Schalter auf der Rückseite um 6 dB nach oben oder unten.

Dual-Mono-Wandler mit 6 Bit

Beim Wandler setzt Mytek auf ein Dual-Mono-Konzept mit getrennten Wandlern für den linken und rechten Kanal. Dazu kommt eine Hybridtechnik mit 6 Bit bei 12 MHz: Solche Wandler arbeiten mit wenigen Bit, dafür mit sehr hoher Taktrate.

Dahinter setzen 32 Strom-Spannungs-Stufen mit je 500 mA den Ausgangsstrom der Wandler in eine Spannung um. Eine Funktion namens Harmonic Audio Tuning (HAT) gibt dem Wandler auf Wunsch einen „wärmeren“ Klang. Links und rechts versorgt jeweils ein eigener Netztrafo.

Gegenüber dem ersten Mytek Empire hat der Hersteller die Schaltungen im Empire V2.0 überarbeitet. Passend dazu gibt es die Endstufen Empire GanFET. Sie arbeiten mit Galliumnitrid-Transistoren und laufen einzeln als Stereo-Endstufe oder zu zweit als Monoblöcke.

Technische Daten und Preis

  • Dienste und Protokolle Qobuz Connect, Roon Core
  • Max. Auflösung PCM 768 kHz/32 Bit, DSD512, MQA
  • Eingänge 6 x analog, USB, 2 x koaxial, optisch
  • Ausgänge 2 x XLR, 2 x Cinch, Kopfhörer, HDMI, koaxial
  • Steuerung App, Touchscreen
  • Speicher 8 TB SSD
  • Vorgestellt Oktober 2026
  • Preis (UVP) 19.995 Euro
  • Verfügbarkeit seit Oktober 2026
  • Varianten Silber, Schwarz