JBL Bar 300MK2 im Test

Viel Klang aus wenig Volumen – das ist der Anspruch der JBL Bar 300MK2. Die kompakte Soundbar kommt ohne separaten Subwoofer aus und soll trotzdem Heimkino-Atmosphäre schaffen. Im Test gelingt ihr das mit klaren Dialogen und überraschend kräftigem Bass, bei hoher Lautstärke und beim virtuellen 3D-Klang stößt sie aber an Grenzen.

Flach genug für fast jeden Fernseher

Die JBL Bar 300MK2 ist eine All-in-One-Lösung für Fernseher, Serien und Filme. Mit 94 cm Breite und gut 5 cm Höhe passt sie unter die meisten Fernseher, ohne ins Bild zu ragen. Gestaltet ist sie schlicht und unauffällig. Im Inneren arbeiten 5 Tieftöner und 4 Hochtöner mit zusammen bis zu 450 Watt.

Schwarze Kompakt-Soundbar frontal mit Stoffbespannung
Mit gut 5 cm Höhe ragt die Leiste nicht ins Bild.

Auf einen separaten Subwoofer verzichtet JBL bewusst. Stattdessen sorgen eingebaute Bassreflexöffnungen – Bassports – für mehr Tiefton. Aufstellen lässt sich die Leiste auf dem Lowboard, die Halterungen für die Wandmontage liegen bei.

JBL Bar 300MK2: Einrichtung nur per App

Zum Fernseher führt HDMI eARC, das auch unkomprimiertes Dolby Atmos vom TV zur Soundbar überträgt. Ein HDMI-Eingang reicht Bildsignale in 4K mit Dolby Vision durch, dazu kommen ein optischer Eingang, WLAN und Bluetooth. Passthrough heißt: Das Bild der Konsole oder Streaming-Box läuft durch die Soundbar zum Fernseher, der Ton bleibt in der Leiste. Ein USB-Anschluss ist ebenfalls vorhanden, spielt in der EU aber keine Musik ab, er dient nur der Wartung.

Rückseite der JBL Bar 300MK2 mit Anschlüssen und Aussparungen für die Wandhalterung
Hinten: HDMI eARC, HDMI-Eingang, optischer Eingang und USB für die Wartung.

Eingerichtet wird die JBL Bar 300MK2 ausschließlich über die JBL-One-App. Sie bündelt Equalizer, Raumkalibrierung und Streaming. Spotify und Tidal laufen direkt, außerdem unterstützt die Soundbar Google Cast, AirPlay 2 und Bluetooth.

Soundbar schräg von oben mit kleiner Fernbedienung davor
Neben der App liegt eine Fernbedienung bei.

Klare Stimmen, Bass mit Grenzen

Im Alltag punktet die Bar mit klarer Sprachwiedergabe. Dafür sorgt PureVoice, eine JBL-Technik, die Dialoge abhängig von Umgebungsgeräuschen und Lautstärke hervorhebt. Dolby Atmos und MultiBeam verbreitern den Klang virtuell: Die Leiste lenkt Schall gezielt zu den Seitenwänden, damit er wie aus mehreren Richtungen wirkt.

Für ein Gerät ohne Subwoofer liefert sie überraschend kräftige Bässe, Wunder sollte man trotzdem nicht erwarten. Bei hoher Lautstärke übersteuert das Klangbild, und der virtuelle Atmos-Effekt bleibt hinter der Präzision echter Surround-Systeme zurück. Für Musik reicht die Leistung solide. Für tiefere und sauberere Bässe fehlt ein Subwoofer, anschließen lässt sich keiner.

Fazit

Die JBL Bar 300MK2 ist eine schlanke Soundbar, die ohne Subwoofer viel Atmosphäre ins Wohnzimmer bringt. Stimmen sind gut verständlich, Passthrough und Streaming sind zeitgemäß, und unter fast jeden Fernseher passt sie auch.

Grenzen zeigt sie bei hoher Lautstärke und im Tiefbass, und ein Subwoofer lässt sich nicht nachrüsten. Für kleinere Wohnzimmer und alle, die vor allem den TV-Ton verbessern wollen, passt sie gut.

Vorteile

  • kompakte Bauweise, passt unter fast jeden Fernseher
  • gute Sprachverständlichkeit dank PureVoice
  • HDMI-Passthrough und Streaming-Integration

Nachteile

  • kein externer Subwoofer anschließbar
  • Klang bei hoher Lautstärke überfordert
  • USB-Anschluss ohne Musikwiedergabe

Technische Daten und Preis

  • Kanäle 5.0
  • 3D-Formate Dolby Atmos, DTS Virtual:X
  • Subwoofer nein
  • Anschlüsse HDMI eARC, HDMI-Eingang, optisch
  • Streaming AirPlay, Google Cast, Spotify Connect, Tidal Connect, Bluetooth
  • Breite 94 cm
  • Vorgestellt Juni 2025
  • Preis (UVP) 429,99 Euro

JBL Bar 300MK2 Bewertung

8.2 Punkte
Design / Verarbeitung8.5
Aufbau / Einrichtung8.5
Funktion / Zubehör9
Klang7.5
Preis / Leistung7.5

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