Audiolab 6000CDT MKII

Ein CD-Spieler, der das Wandeln anderen überlässt: Der Audiolab 6000CDT MKII ist ein reines CD-Laufwerk, im HiFi-Jargon CD-Transport genannt. Er liest Discs aus und schickt die Daten digital an einen D/A-Wandler oder an einen Verstärker mit Digitaleingang. Für die zweite Auflage hat die britische Marke Laufwerk, Servosteuerung, Netzteil und Taktgeber überarbeitet.

Audiolab 6000CDT MKII in Silber schräg von vorn mit CD-Schlitz, OLED-Display und Bedientasten
Die CD verschwindet in einem Schlitz, eine Schublade gibt es nicht.

Audiolab 6000CDT MKII: Zwei Digitalausgänge, kein Cinch

Ein CD-Transport ist die eine Hälfte eines CD-Players: Er liest die Disc, wandelt die Daten aber nicht in ein analoges Signal um. Diesen Schritt erledigt ein D/A-Wandler, kurz DAC. Analoge Ausgänge hat der Audiolab deshalb keine, an den gewöhnlichen Line-Eingang eines Verstärkers passt er also nicht. Die Trennung hat einen gewissen Vorteil: Vibrationen und elektrische Störungen von Motor, Laser und Servo bleiben vom empfindlichen Analogteil des Wandlers fern.

Hinten sitzen ein koaxialer Digitalausgang mit 75 Ohm und ein optischer Ausgang. Beide passen an einen separaten Wandler, einen digitalen Vorverstärker oder einen Vollverstärker mit eingebautem DAC. Die USB-Buchse ist nur für Firmware-Updates da, Musik läuft darüber nicht.

Rückseite des CD-Laufwerks mit Netzbuchse, Netzschalter, optischem und koaxialem Digitalausgang sowie USB-Buchse
Hinten: koaxialer und optischer Digitalausgang, USB nur für Updates.

Als Partner hat Audiolab den Audiolab 6000A MKII im Blick, einen Vollverstärker derselben Serie mit eingebautem Wandler. Gehäuse und Fernbedienung passen zusammen, über 12-Volt-Trigger schalten sich beide Geräte gemeinsam ein und aus. Pflicht ist der Hausverstärker nicht: Jeder Wandler mit koaxialem oder optischem Eingang funktioniert.

Silberner Vollverstärker Audiolab 6000A MKII auf dem silbernen CD-Transport derselben Serie
Gleiches Gehäuse: Der Vollverstärker 6000A MKII passt obendrauf.

Spielt selbst gebrannte CDs mit FLAC-Dateien

Neben gekauften Audio-CDs liest der Audiolab 6000CDT MKII CD-R und CD-RW. Daten-CDs mit Musikdateien gehen ebenfalls: FLAC, WAV, WMA, MP3 und APE, je nach Format mit bis zu 96 kHz. Wer seine Sammlung vor Jahren als Dateien auf Rohlinge gebrannt hat, muss sie also nicht noch einmal rippen.

Ein OLED-Display zeigt, was gerade läuft. Titel lassen sich direkt anwählen, wiederholen oder in zufälliger Reihenfolge abspielen, ein Programm fasst bis zu 99 Titel.

Anderes Laufwerk, sauberer Takt

Den ersten Audiolab 6000CDT brachte Audiolab 2018 heraus. Beim MKII steckt hinter dem Schlitz ein anderes Slot-in-Laufwerk, das der Hersteller speziell ausgewählt und angepasst hat. Laut Audiolab arbeitet es schneller und leiser und liest zerkratzte oder leicht beschädigte Discs zuverlässiger. Dazu trägt die überarbeitete Servosteuerung bei: Sie hält den Laser im Fokus, führt ihn entlang der Spur und regelt die Drehzahl.

Außerdem hat Audiolab Netzteil, Transformator und Master-Clock überarbeitet. Das Netzteil soll verhindern, dass Lastwechsel von Motor und Servo die Digitalschaltung stören. Der Taktgeber liefert das Timing für das Digitalsignal, kleine Schwankungen darin heißen Jitter. Den Takt erzeugt ein temperaturkompensierter Quarzoszillator, der diese Schwankungen am S/PDIF-Ausgang gering halten soll. Nach Angaben des Herstellers stecken darin Erkenntnisse aus den teureren Serien 7000 und 9000.

Technische Daten und Preis

  • Formate CD, CD-R, CD-RW, Daten-CD bis 96 kHz
  • Wandler keiner, reines Laufwerk
  • Ausgänge digital koaxial und optisch
  • Steuerung Fernbedienung, OLED-Display, 12-Volt-Trigger
  • Gewicht 5,5 kg
  • Vorgestellt November 2026
  • Preis (UVP) 619 Euro
  • Verfügbarkeit ab November 2026
  • Varianten Schwarz, Silber