KEF XIO

Effekte von hinten, ohne ein einziges Kabel quer durchs Wohnzimmer: Ein Firmware-Update macht die KEF XIO zum Surround-System mit 2 echten Rear-Kanälen. Hinter dem Sofa spielen dann WLAN-Lautsprecher von KEF, angebunden über den Funkempfänger KW2 RX. Den passenden Sender hat die Soundbar ab Werk eingebaut.

Rotbrauner Aktivlautsprecher von hinten, an dessen Anschlussfeld ein kleiner schwarzer Funkempfänger hängt
Der KW2 RX hängt per Kabel am primären Rear-Lautsprecher, hier an einem Coda W.

So spielen LSX II und Coda W hinter der KEF XIO

Aus dem virtuellen Surround der XIO wird damit ein physischer. Statt Raumeffekte allein aus der Front zu erzeugen, kommen sie aus Lautsprechern, die tatsächlich hinter dir stehen. Laut KEF erreicht das System so echte 360-Grad-Raumtiefe.

Als Rear-Lautsprecher eignen sich die LSX II (Test) und die LSX II LT (Test) sowie der Coda W. Der KW2 RX steckt am primären Lautsprecher des Paares und empfängt dort das Signal der Soundbar. Den Rest erledigt die App KEF Connect: Sie koppelt die Lautsprecher und weist ihnen die Rolle der hinteren Kanäle zu. Voraussetzung ist die neueste Firmware auf der XIO und auf den Lautsprechern.

Optisch hat das Ganze einen Nebeneffekt. Die kabellosen Modelle von KEF gibt es in vielen Farben, den Coda W zum Beispiel in Moss Green oder die LSX II in Amber Haze. Wer mag, startet mit der XIO allein unter dem Fernseher und ergänzt die Rear-Lautsprecher später, passend zur Einrichtung.

Der KW2 RX funkt auch zum Subwoofer

Der kompakte Empfänger bekommt seinen Strom per USB-C und überträgt bis zu 24 Bit/48 kHz im 2,4-GHz-Band. Die Reichweite gibt KEF mit bis zu 15 Metern bei freier Sicht an. Die Latenz, also die Verzögerung der Funkstrecke, liegt laut Hersteller bei 57 ms – je nach Audio-Codec und TV-Einstellungen kann sie abweichen.

Schwarzer Funkempfänger mit KEF-Logo, Pairing-Taste, USB-C-Buchse und 3,5-mm-Ausgang
Pairing-Taste oben, USB-C und der kombinierte Analog-/TOSLINK-Ausgang an der Seite.

Mit Subwoofern arbeitet der KW2 RX seit dem Marktstart der XIO 2025: Er verbindet die Soundbar kabellos mit dem KC62 (Test), dem KC92 oder dem KUBE MIE. Über den kombinierten 3,5-mm-Analog- und optischen Ausgang lassen sich Subwoofer anderer Hersteller anschließen. Für mehrere Subwoofer braucht es zusätzliche Empfänger.

LS50 Wireless II und LS60 folgen per Update

Weitere Modelle schaltet KEF in zwei Stufen frei. Die LS50 Wireless II soll laut Hersteller im 4. Quartal 2026 als Rear-Lautsprecher funktionieren, die LS60 Wireless und die LS LUXE im 1. Quartal 2027.

KEF XIO in Slate Black auf einem schwarzen Metall-Sideboard unter einem Fernseher
Die Soundbar in Slate Black, alternativ gibt es sie in Silver Grey.

An der Soundbar selbst ändert sich nichts. Die KEF XIO arbeitet mit 12 Class-D-Endstufen und zusammen 820 Watt. Für den Bass aus dem flachen Gehäuse sorgt die VECO-Technik, für die breite Abstrahlung die Uni-Q-MX-Treiber. Wie sie ohne Rear-Lautsprecher klingt, steht im KEF XIO (Test).

Technische Daten und Preis

  • Gerät Funkempfänger KW2 RX für KEF XIO
  • Rear-Lautsprecher LSX II, LSX II LT, Coda W
  • Subwoofer KC62, KC92, KUBE MIE, Fremdgeräte
  • Reichweite bis 15 m
  • Latenz 57 ms
  • Anschlüsse USB-C, 3,5 mm analog/optisch
  • Maße und Gewicht 72 x 37 x 31 mm, 50 g
  • Preis (UVP) 179 Euro
  • Verfügbarkeit seit November 2026