

Im direkten Vergleich zum Edition 8 Carbon merkt man schon einen deutlichen Unterschied. Der 8er ist größer, schwerer und wirkt im Gesamten einfach wertiger. Doch nicht in jeder Disziplin ist größer und schwerer auch gleich besser. Für den mobilen Einsatz bevorzugen wir zumindest einen leichten und schlanken Kopfhörer.
Hier springt der Ultrasone Go ein, der gerade einmal 133 Gramm auf die Waage bringt. Sein Kopfbügel ist sehr schlank ausgeführt und auch die Ohrmuscheln wirken angenehm dezent.
Wer hier von reinem Kunststoff ausgeht, hat sich getäuscht. Denn die Ohrmuscheln sind mit Aluminium verstärkt.
Die Ohrpolster bestehen aus dem neuen Trendmaterial Protein-Leder. Das Imitat lässt sich nur schwer vom Original unterscheiden und überzeugt auf dem Kopf durch seine Elastizität.
Das Kopfband selbst besteht aus Kunststoff und gibt eigentlich gar nicht nach. Generell wirkt der Kopfhörer auf uns etwas steif. Um die Ohrschalen einzudrehen, mussten wir schon etwas Kraft anwenden. Aber unter uns: Wir drehen die Hörer sowieso nie ein.
Anstatt den Kopfhörer bei Nichtgebrauch lässig um den Hals zu hängen, packen wir ihn unterwegs viel lieber ein. Dafür lässt sich der Ultrasone Go – wieder etwas schwergängig – zusammenfalten und im mitgelieferten Stoffbeutel verstauen.
Positiv fällt das abnehmbare Kabel auf, das dazu noch stoffummantelt ist. Mit der eingebauten Fernbedienung lassen sich Telefonate entgegen nehmen. Von der Sprachqualität solltest Du aber nicht zuviel erwarten.
Der Ultrasone Go ist trotz seiner recht schmalen Ohrpolster ein geschlossener Kopfhörer. Dies fühlt sich beim Tragen zunächst gar nicht so an. Die Bauartbedingte Außengeräuschdämpfung merkten wir hingegen schon. Geräusche in direkter Nähe kommen zwar noch durch. Alles auf weiterer Entfernung wurde hingegen gut herabgesetzt.
Das Aushängeschild von Ultrasone ist die S-Logic-Technologie, die beim vorliegenden Testmodell in einer Basic-Variante zum Einsatz kommt. Dabei sind die Treiber etwas versetzt platziert, sodass der Schall nicht mehr direkt auf den Gehörgang trifft. Durch die Reflexionen im Ohr kommt es zu minimalen Laufzeit- und Phasenverschiebungen, die für einen besonders räumlichen Klangeindruck sorgen.
Einen Adapter von 3,5-mm-Klinke auf 6.3-mm-Klinken liegt dem Ultrasone Go zwar nicht mit bei, was aber nicht heißen soll, dass man ihn nicht auch an der Stereoanlage betreiben kann. Mit einer Impedanz von 32 Ohm fühlt er sich sowohl daheim als auch unterwegs am Smartphone wohl.
Fast schon etwas ungewöhnlich für die Preis- und Größenordnung, ist tatsächlich die räumliche Auflösung des Ultrasone Go. Wo selbst Musik über manch größere Kopfhörer wie auf einer Ebene klingt, lässt sich über den Ultrasone Go echte Raumtiefe hören. Hallräume, die bewusst im Mix dazugegeben wurden, stellt der Kopfhörer sehr gut heraus. Auch die Detailauflösung kann sich hören lassen.
Positiv fällt auch der Umgebung mit bassstarken Instrumenten auf. Hier wird nichts übertrieben sondern so neutral wie möglich präsentiert. Zwar reicht der Ultrasone Go nicht bis tief in den Basskeller hinab. Die Stufen, die er heruntergeht, klingen dafür eindrucksvoll.
Der Ultrasone Go bleibt den Tugenden seiner größeren Geschwister treu und ist stets um Neutralität bemüht. Fette Bässe und kreischende Höhen überlässt der deutsche Hersteller lieber anderen.
Hier gehts zum Ultrasone Go Bluetooth Test.
Ultrasone Go Preis: 112,00 EUR
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