Teenage Engineering EP-35 K.O. Amp
Bluetooth-Box, Gitarrenverstärker und Karaoke-Anlage in einem grauen Kasten mit Tragegriff: Der Teenage Engineering EP-35 K.O. Amp ist ein akkubetriebener Bluetooth-Lautsprecher mit Eingängen für Mikrofon, Gitarre und weitere Zuspieler. Bis zu 6 Quellen spielen gleichzeitig. Der Akku hält laut Hersteller rund 12 Stunden.

Teenage Engineering EP-35 K.O. Amp: Stereo per Auracast
Musik vom Smartphone kommt per Bluetooth 5.3 mit LE Audio. So heißt die neuere Audio-Generation des Funkstandards, zu der Auracast gehört: Ein Gerät sendet dabei an viele Empfänger gleichzeitig. Im Broadcast-Modus fasst der EP-35 so mehrere Exemplare zu einem einzigen Bluetooth-Gerät zusammen. Zwei Boxen spielen auf Wunsch als Stereopaar – welche den linken Kanal übernimmt, legst du fest, indem du sie beim Einschalten zur Seite kippst.
Per Kabel klappt es ebenso: Der 3,5-mm-Line-Eingang nimmt Smartphone, Player oder Synthesizer auf, der Line-Ausgang versorgt Kopfhörer oder einen zweiten EP-35. Steckt ein USB-Stick im Zubehöranschluss EP-Plug, spielt der Amp MP3-, WAV- und AIFF-Dateien direkt ab. UKW-Radio gibts mit dem Antennenaufsatz Amptenna für 29 Euro.
Für Karaoke-Abende hat der Lautsprecher einen XLR-Mikrofoneingang mit zuschaltbarer 48-Volt-Phantomspeisung, die Kondensatormikrofone mit Strom versorgt. Acht Stimmeffekte stehen bereit, von Radio und Megaphone bis Robo Choir und Frosch-Quaken. Ein zweiter Regler bestimmt die Effektstärke. Teenage Engineering verkauft dazu das Handy Mic mit Sprechtaste für 29 Euro und den Amp als Karaoke-Kit.

Staufach mit Campinglicht – und Platz fürs Bier
Hinter der Rückwand liegt ein Staufach für Kabel, Zubehör oder – so Teenage Engineering – Bier. Beim Öffnen der Klappe schaltet sich ein Campinglicht ein. Im Disco-Modus flackern die LEDs im Takt der Musik. Wer das Gerät nach hinten kippt, sieht am Licht den Akkustand.
Im Fach sitzen außerdem Gain-Regler, Phantomspeisung, Stummschaltung und ein Klangregler: Nach links gedreht hebt er Bässe und Höhen an, nach rechts die Mitten. Eine einstellbare Maximallautstärke begrenzt den Pegel, etwa wenn Kinder mit dem Gerät spielen.
Der Akku fasst 20,1 Wattstunden. Die 12 Stunden Laufzeit gelten bei Lautstärkestufe 5, an einem USB-C-Netzteil mit 45 Watt lädt er in 2 Stunden. Das Gehäuse ist laut Teenage Engineering spritzwassergeschützt, verträgt also Schweiß und verschüttete Getränke, aber kein Untertauchen. Nach 10 Minuten ohne Signal geht der Amp in Standby und wacht auf, sobald wieder Musik kommt.

Acht Gitarreneffekte und ein 8-Kanal-Audiointerface
Gitarre oder Bass finden Anschluss an einer 6,35-mm-Buchse mit HI-Modus. Der senkt die Eingangsempfindlichkeit um 6 dB, gedacht für aktive Tonabnehmer und Effektpedale. Acht Presets kombinieren Amp-Sound und Effekte, von Clean über Overdrive und Auto-Wah bis zu Einstellungen für Akustikgitarre und Bass.
Am Computer meldet sich der Teenage Engineering EP-35 K.O. Amp per USB-C als Audiointerface. Er überträgt 8 Kanäle: die Gesamtsumme sowie Gitarre, Mikrofon und Line-In getrennt als Stereopaare. Die Pegel aller 6 Quellen regelt ein Web-Mixer im Browser oder ein MIDI-Controller.
Mit dem Dock Kit für 15 Euro lassen sich andere Geräte der EP-Serie direkt am Gehäuse befestigen, etwa der Sampler EP-133 K.O. II. Das kabellose EP-127 K.O. Pedal für 99 Euro ergänzt Effektsteuerung, Looper und Metronom.
Im Inneren arbeitet ein Mono-System aus 4-Zoll-Tieftöner und 1-Zoll-Hochtöner mit 35 Watt. Den Frequenzbereich gibt Teenage Engineering mit 50 Hz bis 20 kHz (−6 dB) an, den maximalen Schalldruck mit 94 dB in 1 Meter Abstand.
Technische Daten und Preis
- Akkulaufzeit 12 Std.
- Wasserschutz spritzwassergeschützt
- Gewicht 3,2 kg
- Maße 229 x 269 x 176 mm
- Koppeln Bluetooth 5.3, Auracast, Stereo-Paar
- Anschlüsse XLR, 6,35-mm-Klinke, Line-In/-Out, 3 x USB-C
- Vorgestellt Oktober 2026
- Preis (UVP) 399 Euro
- Verfügbarkeit seit Oktober 2026