Sony Bravia Theatre Trio im Test

Links, Mitte, rechts: Das Sony Bravia Theatre Trio teilt den Fernsehton auf 3 Lautsprecher auf und spielt damit breiter, als es eine einzelne Soundbar kann. Das kabellose System punktet mit weiter Klangbühne, klaren Stimmen und gelungenen Dolby-Atmos-Effekten. Schwächen zeigt es im Tiefbass – und günstig ist es nicht.

Preisvergleich

Sony Bravia Theatre Trio

8,1/10 · sehr gut

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Flacher Center, hohe Säulen

Mit 6,4 cm Höhe passt der Center vor viele Fernseher, ohne ins Bild zu ragen. Links und rechts davon stehen 2 zylinderförmige Frontlautsprecher, jeweils knapp 34 cm hoch. Alle Gehäuse sind schwarz, mit Stoff bespannt und sauber verarbeitet.

Flacher Center mit Stoffbespannung und dunkler Oberseite von vorn
Mit 6,4 cm Höhe passt der Center vor viele Fernseher.

Die Säulen brauchen mehr Platz als eine flache Leiste. Dafür lassen sie sich frei positionieren oder an die Wand hängen: Je weiter du sie auseinanderstellst, desto breiter wird die Klangbühne. Untereinander funken die Lautsprecher, Audiokabel entfallen. Eine Steckdose braucht trotzdem jeder.

Die beiden zylinderförmigen Frontlautsprecher des Sony Bravia Theatre Trio von vorn
Die Frontlautsprecher sind knapp 34 cm hoch und funken kabellos.

Sony Bravia Theatre Trio: Atmos über die Decke, Einmessen per App

3.0.2 steht für 3 Hauptkanäle, keinen eingebauten Subwoofer und 2 Höhenkanäle. Für die Höhe strahlen Treiber in den Fronts zur Decke, von dort kommt der Schall am Hörplatz an. So gibt das System Dolby Atmos, DTS:X und IMAX Enhanced wieder. Sonys 360 Spatial Sound Mapping errechnet bis zu 24 virtuelle Lautsprecher, also Schallquellen an Stellen, an denen kein Gehäuse steht.

Ohne die Bravia Connect App läuft nichts. Ein beiliegendes USB-C-Mikrofon fürs Smartphone misst die Akustik am Hörplatz, das Trio stimmt seine Wiedergabe darauf ab. Die App erklärt jeden Schritt, nach wenigen Minuten ist alles erledigt.

Danach lassen sich Klangfelder ausprobieren und Stimmen hervorheben. Einen Equalizer gibt es nicht, ein Display fehlt ebenso. Im Alltag genügt die mitgelieferte Fernbedienung.

Rennwagen quer über die Front

Seine größte Stärke zeigt das Trio bei Filmen mit aufwendig gemischter Tonspur. In den Rennszenen von „F1“ ziehen die Wagen hörbar von einer Seite zur anderen, weit über den Bildschirmrand hinaus, während die Dialoge fest in der Mitte bleiben. Höheneffekte fügen sich stimmig ein. Das Ergebnis klingt räumlicher als bei vielen klassischen Soundbars.

Stimmen gibt der Center meist klar und natürlich wieder, nur gelegentlich hält er sich etwas zurück. Obwohl der Ton aus 3 Gehäusen kommt, wirkt die Bühne geschlossen.

Explosionen haben ordentlich Wumms, das letzte Stück Tiefbass fehlt aber. Bei hohen Pegeln und sehr tiefen Frequenzen stößt der kleine Center mitunter an seine Grenzen und verzerrt leicht. Mehr Druck bringt ein kabelloser Subwoofer wie der Bravia Theatre Sub 8, auf Wunsch sogar zwei.

Rear-Lautsprecher holen Effekte hinter das Sofa. Mit Subwoofer und Rears steigt der Preis deutlich: Für das Set mit Sub 8 und den Rear 9 nennt Sony 2.999 Euro.

Musik lieber pur in Stereo

Für Musik lohnt es sich, das Klangfeld abzuschalten. Dann spielen nur die beiden Fronts – und das gut: Instrumente lassen sich sauber auseinanderhalten, Gesang steht stabil in der Mitte. Zuspielen klappt kabellos per Bluetooth, AirPlay 2 und Spotify Connect.

Den Fernseher verbindet HDMI eARC, also der Audio-Rückkanal, über den der TV seinen Ton samt Dolby Atmos weitergibt. Ein zusätzlicher HDMI-Eingang reicht das Bild von Konsole oder Player in 4K mit 120 Hz durch. Einen optischen Digitaleingang hat das Trio nicht.

Rückseite des Centers mit Aussparungen für die Kabel, USB-Buchse und Formatlogos
Die HDMI-Anschlüsse sitzen in Aussparungen auf der Rückseite des Centers.

Fazit

Das Sony Bravia Theatre Trio verbindet den Komfort einer Soundbar mit den Vorteilen getrennter Lautsprecher. Es überzeugt mit breiter Bühne, klaren Dialogen und gelungenen Atmos-Effekten, Musik klingt im Stereobetrieb gut. Schwachpunkt ist der kleine Center, dem in tiefen Lagen manchmal die Kraft ausgeht.

Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung 2.000 Euro ist das Sony Trio teuer, und für echten Tiefbass oder Effekte von hinten kommen weitere Lautsprecher dazu. Es passt deshalb vor allem zu Heimkinofans, die breiten Raumklang wollen, die Lautsprecher frei aufstellen und das System später ausbauen möchten. Wer ein möglichst günstiges Komplettpaket sucht, bekommt anderswo mehr Ausstattung fürs Geld.

Vorteile

  • weite Klangbühne mit stimmigen Höheneffekten
  • Dialoge überwiegend klar und natürlich
  • überzeugender Stereoklang bei Musik
  • flexible Aufstellung, einfache Einmessung

Nachteile

  • teuer in der Anschaffung
  • Center in tiefen Lagen gelegentlich überfordert
  • weder Equalizer noch Display
  • Einrichtung nur per App möglich

Technische Daten und Preis

  • Kanäle 3.0.2
  • 3D-Formate Dolby Atmos, DTS:X
  • Subwoofer optional
  • Anschlüsse HDMI eARC, HDMI-Eingang
  • Streaming AirPlay 2, Spotify Connect, Bluetooth
  • Breite Center 58,9 cm
  • Vorgestellt Mai 2026
  • Preis (UVP) 1.999 Euro

Bewertung

8,1 von 10
Design / Verarbeitung9,0
Aufbau / Einrichtung8,5
Funktion / Zubehör7,5
Klang9,0
Preis / Leistung6,5

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Sony Bravia Theatre Trio

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