Lumin S2

Ein Netzwerkplayer, an den jetzt auch der CD-Transport andocken darf: Der Lumin S2 lässt die S-Serie des Herstellers wieder aufleben und übernimmt dafür zentrale Technik vom Topmodell X1. Erstmals in einem Lumin-Streamer gibt’s außerdem Digitaleingänge, über die externe Quellen den eingebauten Wandler mitnutzen.

Lumin S2 in Schwarz mit Display in der geschwungenen Front, schräg von links
Wahlweise in Silber oder Schwarz: Das Gehäuse besteht aus eloxiertem Aluminium.

Was der Lumin S2 vom X1 übernimmt

Mit dem S2 knüpft Lumin an den früheren S1 an, legt ihn aber nicht einfach neu auf. Das Innenleben orientiert sich laut Hersteller deutlich am X1 und läuft auf der aktuellen Prozessorplattform der Marke. Die D/A-Wandlung übernehmen zwei ESS Sabre ES9038Pro im Dual-Mono-Betrieb – jeder Kanal bekommt also seinen eigenen Wandlerchip.

Diese Kanaltrennung zieht sich bis in die vollständig symmetrische Ausgangsstufe. Dort sitzen wie beim X1 zwei Ausgangsübertrager vom Typ Lundahl LL7401. Ein Übertrager ist ein kleiner Transformator, der das Signal ohne direkte elektrische Verbindung weiterreicht. Das soll Störeinflüsse und Ausgleichsströme zwischen den angeschlossenen Geräten verringern.

Auch bei der Stromversorgung trennt Lumin sauber. Zwei abgeschirmte Ringkerntransformatoren sitzen direkt im Gehäuse und versorgen Digital- und Analogteil getrennt, jeweils über rauscharme Linearregler. Zwei Femto-Clocks – besonders präzise Taktgeber – sorgen für das Timing der digitalen Signalverarbeitung.

Rückseite eines Netzwerkplayers mit XLR- und Cinch-Ausgängen, Digitaleingängen, SFP-, LAN- und USB-Buchsen
Neu auf der Rückseite: ein optischer und ein koaxialer Digitaleingang.

Digitalanschlüsse am Lumin-DAC

Die wichtigste Neuerung steckt hinten: 2 Digitaleingänge, optisch per Toslink und koaxial per Cinch. Externe Zuspieler laufen darüber durch dieselben Wandler, dieselbe Taktung und dieselbe Ausgangsstufe wie Musik aus dem Netzwerk. Hast du noch einen CD-Transport im Rack, profitiert der also direkt von der S2-Technik. Laut Lumin passen auch Computer, Set-Top-Boxen oder Spielkonsolen.

Die Eingänge nehmen PCM bis 192 kHz und 24 Bit an, dazu DSD64 per DoP. Dabei steckt das DSD-Signal in einem PCM-Datenstrom und kommt so durch eine normale S/PDIF-Leitung.

Analog gibt der S2 sein Signal über XLR und Cinch aus. Dank integrierter Lautstärkeregelung spielt er nicht nur an einem Vollverstärker oder einer Vorstufe, sondern kann auch direkt Endstufen oder Aktivlautsprecher ansteuern. Für die verlustfreie digitale Pegelregelung setzt Lumin auf Leedh Processing.

Nahaufnahme der silbernen Gerätefront mit Display und Herstellerlogo
Das Display sitzt in einer Aussparung der geschwungenen Front.

Glasfaser rein, DSD512 raus

Beim Streaming hat der Lumin S2 Qobuz und Qobuz Connect, Tidal und Tidal Connect, Spotify, Amazon Music, AirPlay und Internetradio an Bord. Er ist Roon Ready und unterstützt UPnP/OpenHome. Gesteuert wird per Lumin-App für iOS und Android.

Ins Netzwerk kommt der Player per Gigabit-Ethernet oder über einen SFP-Port. Steckt dort ein Glasfasermodul, ist er laut Hersteller elektrisch von Router oder Switch entkoppelt. Ein USB-Ausgang reicht Daten bis Native DSD512 an einen externen D/A-Wandler weiter. So lässt sich der S2 auch als reiner Netzwerk-Transport in ein bestehendes Setup einbinden. Mehrere Upsampling-Optionen und Digitalfilter gehören ebenfalls dazu.

Technische Daten

  • Typ: Netzwerkplayer mit DAC
  • D/A-Wandler: 2 x ESS Sabre ES9038Pro, Dual-Mono
  • Netzwerk-Wiedergabe: bis DSD512, PCM bis 384 kHz/32 Bit
  • Digitaleingänge: 1 x koaxial, 1 x optisch (PCM bis 192 kHz/24 Bit, DSD64 per DoP)
  • Digitalausgang: USB, bis Native DSD512 und PCM 384 kHz/32 Bit
  • Analogausgänge: XLR (6 Vrms), Cinch (3 Vrms)
  • Netzwerk: Gigabit-Ethernet (RJ45), SFP
  • Abmessungen (B x T x H): 350 x 380 x 107 mm
  • Gewicht: 8 kg
  • Ausführungen: Schwarz, Silber

Preis und Verfügbarkeit

  • Lumin S2 Preis (UVP): 9.990 Euro
  • Verfügbarkeit: ab Mitte Oktober 2026