Hisense HS205G im Test

Flache Fernseher, flacher Ton – das Problem kennt fast jeder. Die Hisense HS205G ist eine kompakte Soundbar mit 2 Kanälen, die genau hier ansetzt, vor allem in kleineren Räumen. Im Test punktet sie mit klaren Stimmen und erstaunlich viel Bass, bei komplexen Klangszenen fehlt ihr Dynamik, und ohne Display bleibt die Bedienung etwas umständlich.

Schwarze 2.0-Soundbar mit Metallgitter und runder Endkappe, schräg von links
Schwarzes Gehäuse, Metallgitter rundum: Die Leiste hält sich optisch zurück.

Optisch hält sich die HS205G vornehm zurück. Das Gehäuse trägt eine schwarze Oberfläche in Vinyl-Optik, vorn schützt ein Metallgitter die Lautsprecher. Das wirkt zeitlos und drängt sich unter dem Fernseher nicht in den Vordergrund.

Mit 88 cm Breite und knapp 6 cm Höhe passt die Leiste zu Bildschirmen bis 55 Zoll, für die Hisense sie vorsieht. Ihr Revier sind kleinere Wohnräume. Wer sie lieber an die Wand hängt: Ein Montageset liegt bei.

Ein HDMI-Kabel zum Fernseher genügt

Mit dem Fernseher verbindet sich die Leiste per HDMI ARC. ARC steht für Audio Return Channel: Der Fernseher schickt seinen Ton über dasselbe Kabel zur Soundbar. Ältere Geräte ohne passende HDMI-Buchse finden Anschluss am optischen Eingang.

Rückseite der Hisense HS205G mit Anschlussfeld und zwei Aufhängungen für die Wandmontage
Auf der Rückseite sitzen die Anschlüsse und die Aufnahmen für die Wandhalterung.

Als Tonformat versteht die Soundbar Dolby Digital. Dazu kommt DTS Virtual:X – ein Verfahren, das aus 2 Lautsprechern einen virtuellen Raumklang errechnet. Das Ergebnis ist eine Klangbühne, die breiter wirkt, als das schmale Gehäuse vermuten lässt.

Musik vom Smartphone landet per Bluetooth 5.0 auf der Leiste, Dateien vom USB-Stick spielt sie über den USB-Anschluss ab. WLAN, Streamingdienste oder Multiroom sind nicht vorgesehen. Die Hisense bleibt eine reine TV- und Bluetooth-Soundbar.

Hisense HS205G: klare Stimmen, kräftiger Bass

Gegenüber den eingebauten TV-Lautsprechern klingt die Hisense HS205G hörbar besser. Das Klangbild ist ausgewogen, und für ihre Größe liefert die Leiste einen überraschend kräftigen Bass – ganz ohne separaten Subwoofer.

Am stärksten ist sie bei Stimmen: Dialoge kommen klar und gut verständlich, was Filmen, Serien und Nachrichten gleichermaßen zugutekommt. Wird es dicht, etwa wenn in „Oppenheimer“ leise Gespräche auf wuchtige Klangwände treffen, stößt sie an Grenzen: In komplexen Klanglandschaften könnte die Dynamik ausgeprägter sein.

LED statt Display

Zum Lieferumfang gehört eine kleine Fernbedienung, die sämtliche Funktionen der Soundbar steuert. Darüber wechselst du zwischen Klangmodi wie Musik, Nachrichten und Kino.

Front der Soundbar mit Hisense-Logo und vier Tasten für Ein/Aus, Quelle und Lautstärke
Vier Tasten, kein Display: Den Status zeigt nur eine LED.

Ein Display gibts nicht. Welche Einstellung greift, meldet die Leiste nur über eine blinkende LED. Das klappt, kann im Alltag aber umständlich sein – etwa wenn du kurz prüfen willst, welcher Klangmodus läuft.

Fazit

Die Hisense HS205G ist eine einfache, kompakte TV-Soundbar, die ihre Aufgabe ordentlich erledigt. Sie klingt spürbar besser als ein Fernseher allein, gibt Stimmen klar wieder und holt aus dem schlanken Gehäuse viel Bass. Bei komplexen Klangszenen fehlt ihr Dynamik, und die Rückmeldung per LED ist wenig komfortabel.

Gut aufgehoben ist sie in kleineren Räumen vor Fernsehern bis 55 Zoll, wenn es vor allem um verständliche Dialoge geht und Heimkino-Ansprüche zurückstehen.

Vorteile

  • kompaktes, schlichtes Design
  • klar verständliche Dialoge
  • kräftiger Bass für die Gehäusegröße

Nachteile

  • kein Display, Rückmeldung nur per LED
  • begrenzte Dynamik bei komplexen Szenen

Technische Daten

  • Kanäle 2.0
  • Raumklang DTS Virtual:X, virtuell
  • Subwoofer nein
  • Anschlüsse HDMI ARC, optisch, USB
  • Streaming Bluetooth 5.0
  • Breite 88 cm
  • Preis (UVP) 129,99 Euro

Hisense HS205G Bewertung

6 Punkte
Gesamtwertung6