Bose Smart Ultra Soundbar Test
Ein gläserner Deckel, 9 Treiber und eine KI, die Stimmen aus dem Actiongetöse herausfischt: Die Bose Smart Ultra Soundbar ist das Atmos-Flaggschiff von Bose aus dem Jahr 2023. Als Dolby-Atmos-Soundbar holt sie Raumklang ins Wohnzimmer, ganz ohne Kabel quer durch den Raum. Im Test überzeugt sie mit breiter Bühne, kräftigem Klang und gut verständlichen Dialogen – beim Bass greift sie allerdings etwas beherzt zu, und bei den Anschlüssen spart Bose.

Flach genug für jeden Fernseher
Optisch bleibt Bose seiner Linie treu: Oben liegt eine Glasplatte, die Front umspannt ein feines Metallgitter. Mit 5,8 cm Höhe passt die Leiste vor die meisten Fernseher, ohne ins Bild zu ragen. Gut 104 cm Breite sorgen trotzdem für Präsenz im Wohnzimmer.
Die Smart Ultra folgt auf die Smart Soundbar 900, die zuvor das Atmos-Modell an der Spitze des Bose-Programms war. Beim Anschließen geht’s übersichtlich zu. Der Fernseher kommt per HDMI eARC an die Soundbar – eARC (enhanced Audio Return Channel) überträgt auch unkomprimierte Mehrkanalformate vom TV zum Lautsprecher. Dazu gibts einen optischen Eingang und eine LAN-Buchse.

Kabellos funkt die Leiste per WLAN und Bluetooth 5.0, AirPlay 2, Chromecast und Spotify Connect sind integriert. Der Haken: Es bleibt bei 1 HDMI-Anschluss, und der reicht kein Videosignal durch. Spielkonsole oder Streaming-Box hängen also am Fernseher, nicht an der Soundbar.
Bose Smart Ultra Soundbar Klangeindruck
Im Inneren arbeiten 9 Treiber, darunter 1 Hochtöner in der Mitte und 2 nach oben strahlende Dipol-Treiber. Sie werfen den Schall an die Decke, von wo er zum Hörplatz zurückkommt. So entsteht bei Dolby Atmos der Eindruck von Klang über dem Kopf. Das Klangbild wirkt dreidimensional, die Bühne fällt breit aus, und Filme wie Musik klingen lebendig.

Der interessanteste Baustein ist der KI-Dialogmodus. Er erkennt Stimmen im Tonmix und hebt sie gezielt an, ohne den Rest des Klangbilds zu verfärben. Gerade bei Filmen wie „Dune: Part Two“, in denen geflüsterte Dialoge auf dröhnende Wüstenszenen treffen, spielt das seine Stärke aus. Weitere passende Testszenen findest du in unserer Liste der besten Dolby-Atmos-Filme.
Insgesamt klingt die Smart Ultra dynamisch und ausgewogen, mit kräftigem Fundament. Die Abstimmung fällt allerdings leicht bassbetont aus. Wem das zu viel ist, der regelt in der Bose-App Bass und Höhen nach und passt die Pegel einzelner Kanäle an.
Startpunkt fürs Heimkino
Schon solo macht die Leiste ordentlich Eindruck. Wer mehr will, ergänzt ein Bass Module 500 oder 700 – die kabellosen Subwoofer von Bose – und die Surround Speakers 700 als Rücklautsprecher. Dann steht ein 5.1.2-System: 5 Kanäle auf Ohrhöhe, 1 Subwoofer-Kanal und 2 Höhenkanäle.
Bei der Einrichtung hilft ADAPTiQ. Mit dem beiliegenden Headset-Mikrofon misst die Bose Smart Ultra Soundbar den Raum an mehreren Hörpositionen aus und passt ihren Klang an die Akustik an. Das zahlt sich vor allem bei Bass und 3D-Effekten aus: Beide wirken danach präziser.
Einrichtung und Steuerung laufen über die Bose-App. Sie bündelt Streamingdienste, verbindet die Soundbar mit anderen Bose-Lautsprechern zu einem Multiroom-System und bindet Sprachassistenten ein. Amazon Alexa steckt direkt im Gerät.
Fazit
Die Bose Smart Ultra Soundbar verbindet ein minimalistisches Design mit kräftigem, räumlichem Atmos-Klang und einem Dialogmodus, der Stimmen hörbar nach vorn holt. Abstriche gibts bei den Anschlüssen: 1 HDMI-Eingang ohne Durchleitung ist für ein Flaggschiff knapp bemessen, und der Bass darf gern eine Spur zurückhaltender sein.
Vorteile
- hochwertiges Design mit Glasoberseite
- kräftiger, räumlicher Klang mit breiter Bühne
- Dolby Atmos und Dialoge per KI klar herausgestellt
Nachteile
- nur 1 HDMI-Anschluss, kein Passthrough
- Abstimmung leicht bassbetont
Preis
- Bose Smart Ultra Soundbar Preis (UVP): 999,95 Euro
- Bose Smart Ultra Soundbar Straßenpreis: 669,00 EUR
Bose Smart Ultra Soundbar Bewertung

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Bose Smart Ultra Soundbar
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