Apple HomeView

Halb Lautsprecher, halb Bilderrahmen – und mit einem Gedächtnis für Gesichter: Das Apple HomeView setzt ein 7-Zoll-Display auf einen gewölbten Lautsprechersockel. Es ist ein Smart Display, also ein Bildschirm mit eingebautem Lautsprecher und Sprachassistent, und laut Apple als Mittelpunkt des Zuhauses gedacht. Es spielt Musik, führt FaceTime-Anrufe und steuert das Smart Home per Touch oder mit Siri AI. Bis zu sechs Personen erkennt es am Gesicht und zeigt jeder ihre eigenen Inhalte.

Apple HomeView in Silber, Polarstern, Rose Pink und Space Grau nebeneinander, seitlich mit geneigtem Display
Vier Farben: Silber, Polarstern, Rose Pink und Space Grau.

Lautsprecher im Display, Bass aus dem Sockel

Beim Klang teilt Apple die Arbeit auf. Im Display sitzen nach Herstellerangaben 2 eigens entwickelte Breitbandtreiber, die raumfüllendes 3D-Audio liefern sollen. Im Sockel strahlt ein Tieftöner nach unten ab, unterstützt von 2 Passivmembranen mit Kräfteausgleich. Passivmembranen haben keinen eigenen Antrieb, sie schwingen vom Luftdruck im Gehäuse mit und verstärken so den Bass – das Push-Pull-Prinzip sorgt dafür, dass sich ihre Vibrationen gegenseitig aufheben.

Feinschliff gibt’s per Computational Audio, also Klangoptimierung per Rechenleistung: Laut Apple passen Chip und Echtzeit-Sensoren Lautheit und Bass laufend an die Lautstärke an. Auf dem Programm stehen Apple Music mit animierten Albumcovern und Songtexten, Apple Podcasts, Apple TV und kompatible Audio- und Video-Apps anderer Anbieter.

Praktisch ist Handoff: Hältst du dein iPhone vors Display, übernimmt das HomeView den laufenden Song. Im Multiroom-Verbund spielt das HomeView mit weiteren HomeView-Geräten, HomePod, HomePod mini und anderen WLAN-Lautsprechern mit AirPlay zusammen, Apples Funkstandard für Musik im Heimnetz.

Drei Smart Displays mit Songtext, Podcast-Wiedergabe und Albumcover auf dem Bildschirm
Apple Music mit Songtexten, Apple Podcasts und animierte Albumcover.

Display, das Gesichter erkennt

Das Display hängt an einem Edelstahlscharnier und lässt sich stufenlos neigen, damit es auf jeder Tischhöhe gut ablesbar bleibt. True Tone passt die Farbdarstellung ans Umgebungslicht an, die automatische Helligkeit regelt zwischen 500 Nits für sonnige Räume und 0,3 Nits für den Nachttisch. Für Flur oder Eingangsbereich gibt’s eine eigene Version für die Wandmontage.

Jede erkannte Person bekommt einen eigenen Startbildschirm mit Apps und Widgets. Nachrichten oder Termine erscheinen laut Apple nur, wenn das Gesicht erkannt wird und das gekoppelte iPhone oder iPad in der Nähe ist und kürzlich entsperrt wurde. Geteilte Fotoalben und Musik stehen allen offen, auch Gästen. Kamera- und Mikrofondaten verarbeitet der A18-Chip in Secure Exclaves – abgeschotteten Bereichen, auf die weder Apps noch Apple zugreifen können.

Siri AI ist nach Apple eine komplett überarbeitete Siri: dialogorientiert, mit breitem Allgemeinwissen und mit Blick darauf, was gerade auf dem Display passiert. Mit einem iPhone oder iPad, das Apple Intelligence unterstützt, greift sie außerdem auf Termine, Nachrichten oder Playlists zu und erledigt Aufgaben über mehrere Apps hinweg.

Mann bereitet in der Küche Gemüse zu, daneben steht das Smart Display auf der Arbeitsplatte
Küchenhilfe: Rezepte als Schritt-für-Schritt-Anleitung, Timer per Sprachbefehl.

Apple HomeView als Smart-Home-Zentrale

FaceTime-Anrufe laufen mit dem Folgemodus: Die Kamera hält alle im Bild, auch wenn sie sich durch den Raum bewegen. Per Intercom geht eine kurze Durchsage an einen Raum oder das ganze Haus. In der Küche wandelt das Apple HomeView Rezepte aus dem Netz in Schritt-für-Schritt-Anleitungen um und stellt Timer freihändig.

Als Smart-Home-Zentrale steuert es Licht, Thermostat, Türschlösser und Rollläden. Das Zifferblatt Home Camera zeigt bis zu neun Live-Videostreams gleichzeitig, mit einem iCloud+-Abo erkennen kompatible Kameras verschlüsselt Personen, Haustiere, Pakete und Fahrzeuge. Schlägt ein Rauch- oder Kohlenmonoxidmelder Alarm, meldet sich das HomeView auf dem iPhone. Neben Apples Home Collection – Kameras, Thermostate und ein Schloss, entwickelt mit LG Electronics und Schneider Electric – funktioniert auch Zubehör mit Matter – einem herstellerübergreifenden Smart-Home-Standard.

Apple HomeView mit Thermostat- und Smart-Home-Steuerung auf einem Sideboard neben einer Pflanze
Smart-Home-Zentrale: Thermostat, Licht und Türschloss auf einen Blick.

Ein Haken für Leserinnen und Leser in Deutschland und Österreich: In der EU verkauft Apple das HomeView nicht. Als Grund nennt der Hersteller, dass Siri AI unter iOS in der EU nicht verfügbar ist, an einer Lösung arbeite man mit der EU. Auch die Schweiz gehört nicht zu den Startländern, und Siri AI spricht auf dem Gerät nur Englisch.

Technische Daten

  • Display: 7 Zoll, Liquid Retina, True Tone, 0,3 bis 500 Nits, stufenlos neigbar
  • Lautsprecher: 2 Breitbandtreiber im Display, 1 nach unten abstrahlender Tieftöner, 2 Passivmembranen
  • Chip: Apple A18 mit Secure Exclaves
  • Bedienung: Touchscreen, Siri AI (Englisch)
  • Funktionen: Gesichtserkennung für bis zu 6 Personen, FaceTime mit Folgemodus, Intercom, AirPlay-Multiroom, Handoff, Home Hub, Matter
  • Anschluss: USB-C (Rückseite)
  • Gehäuse: Aluminium, Edelstahlscharnier
  • Farben: Silber, Polarstern, Rose Pink, Space Grau

Preis und Verfügbarkeit

  • Apple HomeView Preis (UVP): 299 US-Dollar (in der EU nicht erhältlich)
  • Verfügbarkeit: ab 13. November 2026 in den USA, Kanada, Großbritannien, Australien, Neuseeland, Indien, Singapur und Südafrika; nicht in der EU