AVM Evolution PH 5.3
Mit der AVM Evolution PH 5.3 bringt AVM Audio einen Phono-Vorverstärker mit Röhren-Ausgangsstufe in seine Evolution Line. Zeitgleich stellt der Hersteller mit der AVM PH 3.3 eine reine Transistor-Variante vor.

Röhren in der Line-Stage
Eine Phonostufe verstärkt das sehr schwache Signal des Tonabnehmers und entzerrt es nach der RIAA-Kennlinie, der genormten Klangkorrektur für Schallplatten. Das Besondere an der PH 5.3 sitzt dahinter: eine Line-Stage mit Röhren. Diese Ausgangsstufe bringt das entzerrte Signal auf den Pegel, den Vor- oder Vollverstärker erwarten. AVM hat die Röhrenstufe nach eigenen Angaben komplett neu entwickelt und lässt die Röhren speziell für sich fertigen. Das Ergebnis soll räumlich und lebendig klingen, mit dem Charakter, für den Röhrentechnik bekannt ist. Die Lebensdauer der Röhren gibt der Hersteller mit rund 20.000 Stunden an.

AVM PH 5.3 für MM- und MC-Tonabnehmer
Ab Werk hat die PH 5.3 je einen Cinch-Eingang für MM- und MC-Systeme. MM steht für Moving Magnet, MC für Moving Coil: zwei Tonabnehmer-Bauarten, von denen MM-Systeme meist deutlich mehr Signal liefern. Die Verstärkung ist in fünf Stufen wählbar. MC-Systeme lassen sich über sechs Abschlusswiderstände anpassen, MM-Systeme über sechs Kapazitätswerte. Für AVMs eigene Cadenza-Tonabnehmer von Ortofon gibt es Presets. Ein zuschaltbarer Subsonic-Filter dämpft Frequenzen unterhalb des Hörbereichs, etwa Rumpeln von welligen Schallplatten. Ein Mono/Stereo-Schalter mit Phasenumkehr ergänzt die Ausstattung.

Das Signal verlässt die PH 5.3 symmetrisch über XLR oder unsymmetrisch über Cinch. XLR ist unempfindlicher gegen Einstreuungen, was bei längeren Kabeln hilft. Die mitgelieferte Vollaluminium-Fernbedienung RC 3 PH steuert Verstärkung, Abschluss, Phasenumkehr und Subsonic-Filter vom Sofa aus. Am Gerät zeigt eine dimmbare Grafikanzeige die Einstellungen, bedient wird per Touch. Ein Trigger-Eingang, ein Anschluss für einen externen IR-Sensor und Updates per USB runden das Angebot ab.
Steckplatz für mehr
Über einen Erweiterungssteckplatz nimmt die PH 5.3 Module der größeren PH 8.3 auf: MC-XLR, MC-RCA oder MM-RCA. Laut AVM lassen sich MC-Systeme damit in sechs Empfindlichkeitsstufen und sechs Impedanzwerten anpassen, MM-Systeme in sechs Kapazitätswerten. So bleibt Platz für einen zweiten Plattenspieler, ohne das Gerät zu ersetzen. AVM fasst das unter „Fortschritt ohne Neuanfang“ zusammen.

Das schraubenlose Aluminiumgehäuse gibt es in Aluminiumsilber oder schwarz gebürstet, gegen Aufpreis als Cellini-Version mit handpolierter Chromfront. AVM fertigt in Handarbeit in Malsch. „AVM beweist hier einmal mehr die Kernkompetenz im Verstärkerbau auf Weltklasse-Niveau“, sagt Firmenchef und Inhaber Udo Besser. Die Garantie beträgt zwei Jahre, nach Online-Registrierung vier Jahre.

Technische Daten
- Eingänge: 1 x MM (Cinch), 1 x MC (Cinch), 1 Modulsteckplatz
- Ausgänge: 1 x XLR, 1 x Cinch
- Ausgangsstufe: Röhren-Line-Stage
- Verstärkung MM: 45 / 50 / 55 / 60 / 65 dB
- Verstärkung MC: 65 / 70 / 75 / 80 / 85 dB
- Leistungsaufnahme: unter 0,5 Watt (Stand-by), max. 25 Watt
- Abmessungen (B x H x T): 430 x 122 x 350 mm
- Gewicht: 8 kg
Preis und Verfügbarkeit
- AVM Evolution PH 5.3 Preis (UVP): 5.990 Euro
- Verfügbarkeit: ab sofort