AVM Evolution PH 3.3

AVM aus dem badischen Malsch erweitert seine Evolution Line um den AVM Evolution PH 3.3, einen Phono-Vorverstärker mit Transistor-Ausgangsstufe. Parallel erscheint mit der AVM PH 5.3 ein Schwestermodell mit Röhren.

AVM Evolution PH 3.3 in Aluminiumsilber, Frontansicht mit Display
Die AVM Evolution PH 3.3 in der Ausführung Cellini Black

AVM PH 3.3: Transistor statt Röhre

Eine Phonostufe verstärkt das sehr schwache Signal des Tonabnehmers und entzerrt es nach der RIAA-Kennlinie, der genormten Klangkorrektur für Schallplatten. Bei der AVM PH 3.3 arbeitet dahinter eine reine Transistorschaltung als Ausgangsstufe. AVM hat sie nach eigenen Angaben auf ausgewogenen Detailreichtum, Geschwindigkeit und ein sehr niedriges Rauschniveau ausgelegt. Die übrigen Anschluss- und Leistungsdaten entsprechen denen der Röhrenschwester AVM PH 5.3.

Für MM- und MC-Tonabnehmer

Ab Werk bringt die PH 3.3 je einen Cinch-Eingang für MM- und MC-Systeme mit. MM steht für Moving Magnet, MC für Moving Coil: zwei Tonabnehmer-Bauarten, von denen MC-Systeme meist ein deutlich geringeres Signal liefern. Die Verstärkung lässt sich in fünf Stufen wählen. Für MC-Systeme stehen sechs Abschlusswiderstände bereit, für MM-Systeme sechs Kapazitätswerte. Beides stimmt die Stufe elektrisch auf den jeweiligen Tonabnehmer ab. Für die hauseigenen Cadenza-Tonabnehmer von Ortofon gibt es fertige Presets.

Nahaufnahme des Displays mit Anzeige von Eingang, Abschlusswiderstand und Verstärkung
Das Display zeigt Eingang, Abschluss und Verstärkung auf einen Blick

Dazu kommen ein zuschaltbarer Subsonic-Filter und ein Mono/Stereo-Schalter mit Phasenumkehr. Der Filter dämpft Frequenzen unterhalb des Hörbereichs, etwa Rumpeln von welligen Schallplatten, die sonst Tieftöner und Verstärker unnötig belasten.

Anschlüsse am AVM Evolution PH 3.3

Ausgangsseitig stehen ein symmetrischer XLR- und ein unsymmetrischer Cinch-Ausgang bereit. Die XLR-Verbindung ist unempfindlicher gegen Einstreuungen, was vor allem bei längeren Kabelwegen hilft. Zum Lieferumfang gehört die Vollaluminium-Fernbedienung AVM RC 3 PH. Mit ihr verstellen Vinylfans Verstärkung, Abschluss, Phasenumkehr und Subsonic-Filter direkt vom Hörplatz aus. Am Gerät sitzt eine dimmbare Grafikanzeige mit Touch-Bedienung und Annäherungssensor. Außerdem an Bord: ein Trigger-Eingang, ein Anschluss für einen externen IR-Sensor und die Möglichkeit Updates per USB aufzuspielen.

Am Anschlussfeld stehen ein symmetrischer XLR- und ein unsymmetrischer Cinch-Ausgang zur Wahl
Zwischen den Ein- und Ausgängen befindet sich ein Steckplatz für Erweiterungsmodule

Ein Steckplatz nimmt Module der größeren AVM PH 8.3 auf, wahlweise als MC-XLR-, MC-RCA- oder MM-RCA-Variante. Laut Hersteller lassen sich MC-Systeme damit in sechs Empfindlichkeitsstufen und sechs Impedanzwerten anpassen, MM-Systeme in sechs Kapazitätswerten. AVM nennt das Prinzip „Fortschritt ohne Neuanfang“: Wer später etwa einen zweiten Plattenspieler anschließen will, rüstet ein Modul nach, statt das Gerät zu ersetzen.

PH 3.3: Handarbeit in Malsch

Der Phono-Vorverstärker steckt in einem schraubenlosen Aluminium-Präzisionsgehäuse. Zur Wahl stehen Aluminiumsilber und schwarz gebürstetes Aluminium, gegen Aufpreis auch die Cellini-Version mit handpolierter Chromfront. Gefertigt wird in Handarbeit in Malsch. „AVM beweist hier einmal mehr die Kernkompetenz im Verstärkerbau auf Weltklasse-Niveau“, sagt Firmenchef und Inhaber Udo Besser.

Technische Daten

  • Eingänge: 1 x MM (Cinch), 1 x MC (Cinch), 1 Modulsteckplatz
  • Ausgänge: 1 x XLR, 1 x Cinch
  • Verstärkung MM: 45 / 50 / 55 / 60 / 65 dB
  • Verstärkung MC: 65 / 70 / 75 / 80 / 85 dB
  • RIAA-Genauigkeit: ± 0,2 dB (20 Hz bis 20 kHz)
  • Leistungsaufnahme: unter 0,5 Watt (Stand-by), max. 25 Watt
  • Abmessungen (B x H x T): 430 x 122 x 350 mm
  • Gewicht: 8 kg

Preis und Verfügbarkeit

  • AVM Evolution PH 3.3 Preis (UVP): 4.990 Euro
  • Verfügbarkeit: ab sofort